Wien - Eine saftige Gewinnsteigerung auf 8,3 Millionen Euro in den ersten neun Monaten, aber einen verhaltenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2003/04 meldete der Leobener Leiterplattenhersteller AT & S am Dienstag. "Das Marktumfeld ist nach wie vor extrem schwierig", gab sich Vorstandschef Willi Dörflinger in einer Pressekonferenz zurückhaltend. Auch im kommenden Jahr sei mit einem Preisverfall von rund zehn Prozent zu rechnen, der mit Mehrproduktion kompensiert werden müsse.

Anlaufverluste in Schanghai

Dazu kommen Anlaufverluste für das Werk in Schanghai, die das Ergebnis 2003/04 mit rund zehn Mio. Euro belasten würden. Der Umsatz sollte demnach von rund 275 auf 325 Mio. Euro steigen. Inkludiert sind darin China, das rund 40 Mio. Euro einspielen sollte, und 14 Mio. Euro aus dem jüngst erworbenen AIK-Werk in Klagenfurt, wo einfache Leiterplatten für TV-Geräte und Autos produziert werden. Der prognostizierte Gewinn pro Aktie sollte 30 Cent betragen.

Das Neunmonatsergebnis weist auf 205,2 Mio. € knapp gestiegene Gesamterlöse aus. Der Periodenüberschuss drehte von minus 3,97 auf plus 8,39 Mio. €, das Betriebsergebnis (Ebit) von minus 3,3 auf 16,36 Mio. €; detto die Ebit-Marge: Sie beträgt nun acht Prozent nach minus 1,6 im Vorjahreszeitraum. (ung, DER STANDARD, Printausgabe 29.1.2003)