Teheran - Die irakische Opposition hat am Dienstag über die für Mitte Februar geplante Konferenz zur politischen Zukunft des Landes beraten. Mehrere Parteiführer seien in der iranischen Hauptstadt Teheran zusammengekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Sie hätten über das Programm der Konferenz diskutiert, auf der die Oppositionsgruppen ein Führungstrio wählen wollen.

Diesem Komitee sollen ein Kurde, ein sunnitischer Araber und ein schiitischer Araber angehören. Es soll die Geschicke des irakischen Volkes während eines möglichen Krieges lenken.

Die bereits mehrmals verschobene Konferenz soll in der nordirakischen Stadt Salaheddin bei Erbil stattfinden. Der Ort liegt in der so genannten Flugverbotszone, die von amerikanischen und britischen Flugzeugen kontrolliert wird.

Irakische Oppositionelle erklärten am Dienstag in Kairo, es sei wahrscheinlich, dass Präsident Saddam Hussein noch zu weiteren Konzessionen gegenüber den Inspektoren bereit sei, um einen Krieg mit dem Ziel seiner Entmachtung zu vermeiden.

Nach der Vorlage des Berichts von UNO-Chefinspektor Hans Blix in New York hofft die irakische Führung, dass die Inspektionen fortgesetzt werden. "Wir hoffen, dass alles so weiter geht wie bisher", sagte ein Beamter am Dienstag in Bagdad. In den staatlichen Medien nahm die irakische Führung zunächst nicht Stellung zum Blix-Bericht, in dem Bagdad erneut zu einer besseren Zusammenarbeit mit den Inspektoren aufgefordert worden war. (APA/dpa)