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Foto: APA/Vaculka

Für Hundefreunde ein absoluter Pflichttermin ist von 20. bis 23. Februar die Schlittenhunde-Weltmeisterschaft in der Pongauer Gemeinde Werfenweng. Rund 150 Teams aus 20 Nationen kämpfen drei Tage lang mit ihren insgesamt etwa 1.000 flotten Vierbeinern um die begehrten Titel, die in sieben Kategorien vergeben werden. Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm in der "Polarworld" will die Gemeinde, in der sanfte Mobilität groß geschrieben wird, viele Interessierte auf sich aufmerksam machen.

Teures Hobby

Alle zwei Jahre trifft sich die Elite der Hundegespanne zum Kampf um den Weltmeistertitel, heuer zum dritten Mal in Österreich (bisher zwei Mal in Annaberg in Niederösterreich). Es ist ein sehr teures Hobby, wie WM-Sprecher Reinhard Podolsky, der selbst Musher (Führer eines Schlittenhundegespanns, Anm.) ist, heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch in Salzburg schilderte. So ist die Liste der Teilnehmer aus Übersee dünn gesät, denn alleine die Flugkosten für ein Team betragen rund 10.000 Euro.

Sieben Kategorien

Nach der Eröffnungsfeier am 20. Februar kämpfen die Teams von 21. bis 23. Februar drei Tage lang jeweils von 9.00 bis 16.00 Uhr um den Titel. In den sieben Kategorien - die sich an der Zahl der Hunde im Gespann richten - müssen täglich zwischen sechs und 24 Kilometer zurückgelegt werden. Die Gespanne erreichen dabei Spitzengeschwindigkeiten von 35 bis 40 km/h, im Schnitt werden sie die Rennen mit 26 bis 28 Stundenkilometer zurücklegen, so Podolsky.

Training in Gehorsam und Unterordnung

Der Musher erklärte auch kurz das Trainingsjahr eines Hndegespanns. Im Frühjahr werden die Hunde abtrainiert, im Sommer sei wegen der Hitze keine intensive körperliche Anstrengung möglich, die Zeit werde dann vor allem für das Training in Gehorsam und Unterordnung genutzt. Nach dem Aufbautraining im Herbst würden dann eben im Winter die Rennen bestritten. Da der Abstand zwischen dem Musher und den Leittieren im Gespann fast zwölf Meter betrage, müssten diese auf die Stimme reagieren. "Mit Peitsche oder Schlägen geht da gar nichts."

Rund 20.000 Zuschauer erwartet

Zugelassen sind übrigens vier Hunderassen, und zwar der Grönlandhund, der Samojede, der Sibirian Husky und der Alaskan Malamute, der schwerste Schlittenhund.

Das Budget der Veranstaltung beträgt 130.000 Euro. Rwartet werden rund 15.000 bis 20.000 Zuschauer an den vier Tagen.

Werfenwengs Bürgermeister Peter Brandauer betonte, dass sich die Veranstaltung gut in die Philosophie der Gemeinde einfüge, die auf sanfte Mobilität beruhe. Im Pongauer Ort wird im Tourismus alles unternommen, damit die Gäste ohne Auto anreisen, was inzwischen rund 25 Prozent auch wirklich tun. Dieses Konzept beschert jährlich zweistellige Zuwächse bei den Übernachtungszahlen, eine Größe, von der der Tourismus insgesamt derzeit nur träumen kann. (APA)