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Dr Artur Trost operierte Hermann Maiers verletztes Bein

Foto: APA/Törnström

Flachau/Salzburg – Ein kleines Team aus Medizinern, Wissenschaftlern und Freunden hat das Comeback von Hermann Maier ermöglicht. Neben seiner eigenen Willensstärke hat der Salzburger war perfekte Organisation und bestes Know-How auf dem Weg zurück von entscheidender Bedeutung. Die wichtigesen Männer im Hintergrund waren Artur Trost (Leiter des UKH Salzburg), Heini Bergmüller (Direktor des Olympia-Stützpunktes Obertauern), Harald Aufmesser (Medizinischer Leiter in Obertauern) und Maiers Privattrainer Andreas Evers.

Erstversorgung

Aufmesser und Bruder Werner waren die Ersten am Unfallort, schon dort verhielt sich Maier "trotz eines erschütternden, ersten Eindrucks" (Aufmesser) bei der Erstversorgung vorbildlich. Die ersten Worte des Verletzten zu Aufmesser in dessen Radstädter Privatklinik, die unmittelbar beim Unfallort liegt, waren: "Ich bin schuldlos Harald, jetzt schreiben wir eine neue Geschichte, wann kann ich wieder zurück kommen?"

Der Mediziner war überzeugt, dass die Rückkehr gelingen würde: "Denn Maier ist eine unglaubliche Natur. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so viel aushält. Sein Wille ist einzigartig." Deswegen will Aufmesser auch nicht vom viel zitierten medizinischen Wunder sprechen. "Sportlich war es ein Wunder, medizinisch nicht." Dennoch hing alles an einem seidenen Faden. "So eine Verletzung ist immer lebensgefährlich, für einige Zeit bestand Lähmungsgefahr", sagte Aufmesser.

Neuaufbau

Was im medizinischen Bereich Operateur Trost und Aufmesser schafften, gelang in trainingstechnischer Hinsicht im Olympiastützpunkt Obertauern mit Heini Bergmüller. Auch er betont das ungeheure persönliche Engagement Maiers, das in Obertauern genauestens dokumentiert ist: "Wir haben drei oder vier Ordner mit allen Daten angelegt. Maier ist ein absoluter Musterpatient."

Vertrauensperson

Der gute Freund in schwierigen Stunden war Privattrainer Andreas Evers, der sich seit vier Jahren persönlich um ihn kümmert. Maier und Evers spielten in ihrer Jugend jahrelang gemeinsam Fußball, auf Grund der engen Freundschaft ging der Unfall diesem besonders nahe: "Zuerst hab ich nur gehofft, dass er überlebt und dass das Bein dran bleibt. Danach hab ich einfach versucht, viel für ihn da zu sein." Das Skifahren kam dabei an letzter Stelle: "Wir wollten ihm wieder langsam den Spaß am Fahren vermitteln." Etwas, das nunmehr als gelungen gelten kann. (APA/red)