Unter schwerem Betrugsverdacht stehen insgesamt 15 ehemalige NÖ Schlachttier- und Fleischuntersuchungsorgane. Ihre Nachfolger haben nun wegen schwerwiegender Beschau- und Untersuchungsverstöße Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg erstattet. Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion sollen die Fleischbeschauer in den Jahren 1995 bis 1999 einem Schlachthofbesitzer im Bezirk Mistelbach 405.805 Euro (5.584.000 Schilling) verrechnet haben.

Statt 696.000 Untersuchungen möglicherweise nur 180.000 durchgeführt

Ermittlungen ergaben jedoch, dass auf Grund der bezogenen Mengen an für die Untersuchungen notwendigen Chemikalien statt der ursprünglich angegebenen 696.000 Trichinenuntersuchungen lediglich 180.000 ordnungsgemäße Fleischbeschauen stattgefunden haben können. Zudem sind die 15 Personen verdächtig, an den Zerlegetagen im Zeitraum von Anfang Jänner bis Ende Juli 2001 die erforderlichen Kontrollen nicht vorgenommen und das Ausfüllen der zwingend vorgeschriebenen Kontrollblätter unterlassen zu haben. (APA)