Mussa schraubt Erwartung an Kurswechsel in Nahost-Politik herunter Treffen mit Fischer in Berlin

Berlin - Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, hat Erwartungen an einen Fortschritt im Nahost-Friedensprozess nach den Wahlen in Israel heruntergeschraubt. Angesichts des erwarteten Sieges des amtierenden Ministerpräsidenten Ariel Sharon sagte Mussa am Dienstag in Berlin: "Ich würde sagen, dass Herr Sharon von morgen nicht anders sein wird als Herr Sharon von gestern."

Mussa hatte in Berlin mit Außenminister Joschka Fischer über die Irak-Krise und den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern gesprochen. Die israelische Politik sei nicht an einem Frieden und der Bildung eines palästinensischen Staates interessiert, sagte Mussa.

Fischer sprach sich erneut für eine rasche Umsetzung des von den USA, Russland, den Vereinten Nationen und der EU vorgeschlagenen "Wegeplans" aus, der die Bildung eines Palästinenser-Staates zum Ziel hat. Die "Tragödie" im Nahen Osten müsse beendet und ein "dauerhafter, fairer Frieden für beide Völker" erreicht werden. (APA/dpa)