Wien/Prag - Nach zwei gescheiterten Anläufen zur Wahl eines tschechischen Staatspräsidenten ist, der STANDARD berichtete, auch Prags Botschafter in Wien als möglicher Kandidat wieder im Gespräch. "Die Signale mehren sich täglich", sagte Jirí Grusa am Dienstag zur APA. "Das ist für mich ehrenhaft. Ich fühle mich erfreut, fast geadelt. Politisch konkret ist die Sache aber nicht." Jedenfalls sei er "gezwungen, mehr darüber nachzudenken". Grusa, selbst Schriftsteller und auch Mitunterzeichner der "Charta 77", steht dem scheidenden Präsidenten Václav Havel nahe. Havel, dessen Amtszeit am 2. Februar endet, erhielt am Dienstag in Prag Abschiedsbesuche von Bundespräsident Thomas Klestil und dem polnischen Staatsoberhaupt Aleksander Kwasniewski. Am heutigen Mittwoch kommt Havel in die Slowakei. (APA, red, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 29.1.2003)