OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) hat ein neues Komitee namens LIXML (Lawful Interception eXtended Markup Language) ins Leben gerufen, dass Richtlinien für den Einsatz von XML zur Überwachung und Speicherung von Datenverkehr ausarbeiten soll. Die technische Arbeitsgruppe soll auch den Einsatz digitaler Zertifikate berücksichtigen, damit die Authentifizierung der involvierten Parteien und die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Lauschangriffe erfolgen kann.

Bedürfnisse befriedigen

Laut OASIS wurde die Arbeitsgruppe gegründet, um dringende Bedürfnisse, die aus verschiedenen nationalen und internationalen Normen entstanden seien, zu befriedigen. Die Organisation verweist dabei auf den Homeland Security Information Sharing Act 2002 der Vereinigten Staaten oder das neue Lawful Intercept Zusatzprotokoll zum Europäischen Übereinkommen über Rechtshilfe in Strafsachen und verschiedene E-Government-Regelungen in Europa und den USA. Die LI-XML-Spezifikation soll demnach vollständig elektronische Prozesse ermöglichen, bei dem die Polizeibehörden, der Justizapparat und die Sicherheitsdienste profitieren werden.

Für Alle offen

Die Teilnahme an der Arbeit des OASIS LegalXML LI-XML Technical Committee steht allen Institutionen und Einzelpersonen offen. Eine öffentliche Mailingliste für Kommentare ist geplant. Das Endergebnis der Arbeit wird jedermann kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nähere Informationen zu Teilnahme sind unter www.oasis-open.org/join abrufbar.(pte)