Kairo/Wien - Die irakische Führung hat erneut ihren Willen zur Zusammenarbeit mit den UNO-Waffeninspektoren bekräftigt. Der Irak meine es ernst mit seiner Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Inspektoren und wolle beweisen, dass er nicht über Massenvernichtungswaffen verfüge, sagte der irakische Botschafter bei der Arabischen Liga, Mohsen Khalil, am Mittwoch vor Journalisten in Kairo. Das habe er dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, mitgeteilt. Sein Land sei bereit, auf die in dem Bericht der Waffenkontrollore genannten Punkte einzugehen.

Der UNO-Sicherheitsrat sollte im Tagesverlauf seine Konsultationen über den Irak-Bericht der Waffeninspektoren fortsetzen. Hinter verschlossenen Türen wollten die 15 Mitglieder des Gremiums zusammen mit Chefinspektor Hans Blix und dem Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Mohamed ElBaradei, über die Konsequenzen aus dem Bericht beraten. Blix und ElBaradei hatten dem Irak am Montag vorgeworfen, nicht ausreichend mit den Inspektoren zusammenzuarbeiten.

Atomenergiebehörde besteht auf Fortsetzung der Kontrollen

Ungeacht der wachsenden Ungeduld der USA im Rüstungskonflikt mit dem Irak dringt die IAEO auf eine Fortsetzung ihrer Inspektionen. "Wir fragen nur nach einer Chance ... einen Punkt zu erreichen, an dem wir mit Überzeugung sagen können, wie die nukleare Situation im Irak ist", sagte die Sprecherin der IAEO, Melissa Fleming am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Kritiker, die argumentierten, dass der Irak niemals seine Waffenprogramme vollständig aufdecken werde, müssten sich nur die Untersuchungsergebnisse der IAEO anschauen, sagte Fleming. "Wenn Sie auf die 90er Jahre zurückblicken, haben die UNO-Inspektoren mehr Waffen zerstört als es der Irak-Krieg getan hat." (APA/Reuters)