Barbie, eine der bekanntesten Spielzeugmarken, darf parodiert und in ironischer Weise dargestellt werde. Dies geht aus einem Spruch des Obersten Gerichtshofes der USA hervor. Wie die BBC berichtet, hat der US-Supreme-Court ein vorhergehendes Urteil endgültig bestätigt, wonach der Song "Barbie Girl" der dänischen Popband Aqua keine Schädigung der Marke Barbie darstellt. Der Song sei eine "Parodie" und ein "sozialer Kommentar" gewesen und falle damit unter das Verfassungsrecht der freien Rede.

"Beschädigung der Marke"

Barbie-Hersteller Mattel, weltweit größter Spielwarenproduzent, hat den Song als Beschädigung der Marke "Barbie" betrachtet. Konsumenten könnten durch die dümmliche Darstellung des "Barbie-Girls" in Text und Video des Songs "verwirrt" werden. Immerhin wurde der Hit aus dem Jahre 1997 alleine in den USA mehr als 1,4 Mio. mal verkauft.

Nachdem bereits im Juli vergangenen Jahres ein US-Gericht die Beschwerde von Mattel abgewiesen hatte, wandte sich der Spielwarenhersteller an den Obersten Gerichtshof. Aber auch hier blitzte Mattel ab. Damit verliert das im kalifornischen El Segundo beheimatete Unternehmen bereits die dritte Klage in zwei Jahren.

Matell gegen Forsythe

Im Februar 2001 scheiterte Mattel mit dem Vorhaben, dem Künstler Tom Forsythe die Verwendung von Barbie-Puppen in seinen Fotos (Bild) zu untersagen. Forsythe stellte die blonde Plastikschönheit nackt in verschiedenen, teilweise sexuell provkanten Positionen dar, um damit den Umgang mit Frauen in den USA zu kommentieren. Auch hier ging das Gericht von einer akzeptablen Parodie aus. (Ende)