Der Internet-Pionier und Softwarehersteller RealNetworks hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 seine Verluste beinahe halbiert. Der Nettoverlust betrug für das Gesamtjahr 2002 38,4 Mio. Dollar oder 24 Cent pro Aktie, verglichen mit 74,8 Mio. Dollar (47 Cent pro Aktie) im Jahr davor. Im vierten Quartal 2002 konnte der Verlust auf 2,5 Mio. Dollar oder zwei Cent pro Aktie reduziert werden (Q4 2001: 11,8 Mio. Dollar, sieben Cent pro Aktie). Obwohl der Umsatz im Gesamtjahr von zuvor 188,9 Mio. Dollar auf 182,7 Mio. Dollar fiel, zeigt das letzte Quartal einen positiven Trend. In Q4 2002 konnte der Umsatz um 1,7 Prozent von 45,4 Mio. auf 46,2 Mio. Dollar gesteigert werden. Im vergangenen Jahr zeichnete sich vor allem die steigende Bedeutung von kostenpflichtigen Abo-Services für das Geschäft von RealNetworks ab. In diesem Bereich steigerte sich der Umsatz um 167 Prozent.

Software-Lizenzen

"2002 haben wir den Transformationsprozess von RealNetworks in einen führenden Provider für digitale Medienabo-Dienste auf der Grundlage einer erstklassigen Technologie fortgesetzt", so RealNetworks-Chairman und CEO Rob Glaser. Der Umsatz im Bereich des Geschäfts mit Software-Lizenzen spiegle den nach wie vor schwachen Technologiemarkt wider. Der Umsatz fiel hier auf 72,8 Mio. Dollar von 108,6 Mio. Dollar im Jahr davor.

Abo-Services

Gleichzeitig zeigt das Geschäft mit Abo-Services für News- und Entertainment-Content eine deutlich dynamischere Entwicklung. Hier kann das in Seattle ansässige Unternehmen auf mehr als 900.000 zahlende Abonnenten verweisen, die der Sparte einen Umsatzsprung von 28,8 Mio. Dollar im Jahr 2001 auf 75,5 Mio. Dollar bescheren. Das Abo-Geschäft werde auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Für das erste Quartal 2003 erwartet Glaser einen leichten Anstieg des Umsatzes sowie einen Verlust zwischen zwei und vier US-Cent pro Aktie. (pte)