Wien - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) lässt sich bei seiner Entscheidung für einen Koalitionspartner weiter nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen lassen. Seine Absicht, eine Regierung zu bilden und "zügig zu verhandeln" sei nicht "neu", meinte der Kanzler in Reaktion auf Bundespräsident Thomas Klestil, der am Mittwoch erneut auf eine rasche Regierungsbildung gedrängt hatte.

Er habe aber noch keine Zeit gehabt, die Aussagen Klestils zu lesen, räumte der Kanzler ein. Er betonte, dass es auch derzeit eine "funktionsfähige Regierung" gebe. Das beweise beispielsweise der Kampf von Infrastrukturminister Mathias Reichhold (F) um eine Transitlösung, der Abschluss der Beamtenlohnrunde oder die gestrige Ministerratseinigung auf ein provisorisches Budget. Das ändere aber natürlich nichts daran, dass er möglichst rasch eine neue Regierung bilden wolle, so Schüssel. (APA)