Gaza - Der Gründer der radikalen Palästinenserbewegung Hamas, Scheich Ahmed Yassin, sieht im Wahlsieg des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon den Beweis, dass das israelische Volk nicht zum Frieden bereit sei. "Die Israelis suchen einen gewalttätigen Führer, der das palästinensische Volk töten und zerstören kann, aber sie werden verlieren", erklärte Yassin am Mittwoch in Gaza. Die Hamas werde ihre Angriffe auf Israel nicht einstellen. In der arabischen Welt gilt Sharon, dem eine vom Obersten Gerichtshof Israels eingesetzte Untersuchungskommission 1983 die Mitverantwortung für die Massaker an 1.500 Palästinensern in den Beiruter Flüchtlingslagern Sabra und Shatila zur Last gelegt hat, als Kriegsverbrecher.

Hamas hatte am Vortag die von Ägypten initiierten Gespräche palästinensischer Fraktionen in Kairo für gescheitert erklärt. Ägypten hatte gehofft, eine Vereinbarung erreichen zu können, nach der für ein Jahr alle palästinensischen Angriffe auf israelische Zivilisten eingestellt werden. Die Fatah-Bewegung von Präsident Yasser Arafat unterstützte das ägyptische Vorhaben.(APA/AP)