Dragan Radosavljevic

Wien - Die Fußball-Transferzeit endet Freitag Mitternacht. Auf Grund der wirtschaftlichen Lage der meisten Klubs verhielt sich der heimische Markt bisher ruhig. Doch erfahrungsgemäß wird es an den letzten Tagen und auch noch in den letzten Stunden bis zum Ablauf der Frist noch einmal hektisch. Austria Wien, dank Mäzen Frank Stronach frei jeglicher Geldsorgen, verhandelt derzeit mit dem mazedonischen Mittelfeldspieler Dragan Radosavljevic von FC Sartid Smederevo.

Mit 17 Jahren Debüt in der ersten Liga

Austria-Sportdirektor Peter Svetits erwartete noch am Mittwoch Abend eine Delegation des jugoslawischen Klubs, der in der nationalen 18er-Liga derzeit an siebenter Tabellenstelle liegt, zu Gesprächen in Wien. Der 20-Jährige, der schon mit 17 Jahren seine ersten Spiele in der Kampfmannschaft bestritten hatte, war in der vergangenen Woche bereits in Österreich. "Trainer Christoph Daum kennt ihn, er ist eines der größten Talente des jugoslawischen Fußballs", sagte Austria-Manager Markus Kraetschmer.

Sollte Radosavljevic als vierter neuer Austrianer nach Pircher, Parapatits und Kahraman in der Winterpause verpflichtet werden, würde er umgehend zur Mannschaft ins spanische Trainingslager nach Marbella reisen. Dort haben sich für Donnerstag (16.30 Uhr) Beobachter des Testspiels der Violetten gegen Lilleström SK angesagt. Der MSV Duisburg, Neunter der zweiten deutschen Liga, zeigt reges Interesse am Tschechen Martin Hasek.

Duisburg an Hasek interessiert

"Die Deutschen wollen den Spieler für ein halbes Jahr kostenlos und auf Leihbasis haben. Wir wissen aber nicht, ob das der Spieler überhaupt möchte", meinte Svetits zu dem möglichen Abgang des defensiven Mittelfeldakteurs. Hasek, der Bruder des früheren NHL-Starkeeper und Olympiasiegers Dominik, war erst im vorigen Winter vom tschechischen Meister Sparta Prag zu den Violetten übersiedelt. (APA)