Bild nicht mehr verfügbar.

Ein thailändischer Polizist vor der Botschaft von Kambodscha in Bangkok.

Foto: REUTERS/Zainal Abd Halim

Bangkok/Phnom Penh - In der diplomatischen Krise zwischen Thailand und Kambodscha zeichnet sich eine Entspannung ab. Der thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra begrüßte am Freitag ein Angebot des Nachbarlandes, für Schäden durch die schweren anti-thailändischen Krawalle in Phnom Penh aufzukommen. "Dies ist eine sehr gute und sehr schnelle Geste der kambodschanischen Seite", sagte Thaksin vor Reportern in Bangkok. Zuvor hatte sich der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen bei Bangkok entschuldigt.

Kambodschaner zündeten die thailändische Botschaft an

Zwischen den Nachbarstaaten war es zu schweren Verstimmungen gekommen, nachdem am Mittwoch hunderte Kambodschaner in Phnom Penh die thailändische Botschaft in Brand gesteckt hatten. Auch einige Hotels und Geschäfte thailändischer Unternehmer gingen in Flammen auf. Auslöser war die angebliche Bemerkung einer thailändischen Schauspielerin, Kambodscha habe die berühmten Tempel von Angkor Wat ihrem Land "gestohlen". Die Schauspielerin bestreitet die Äußerung.

Als Reaktion auf die Ausschreitungen hatte Thailand am Donnerstag alle diplomatischen Beziehungen eingefroren, die Grenze geschlossen und Hunderte seiner Bürger aus Kambodscha mit Militärmaschinen ausfliegen lassen. Trotz der Hinweise auf eine Entspannung zwischen beiden Seiten verstärkte Thailand am Freitag durch zusätzliche Soldaten die Kontrollen an der gemeinsamen Grenze. (APA/dpa)