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Vaclav Havel beim slowakischen Kollegen Rudolf Schuster

Foto: APA/EPA/CTK/Michal Dolezal

Bratislava - Wenige Tage vor Ende seiner Amtszeit ist der tschechische Präsident Václav Havel am Mittwoch zu seinem letzten Staatsbesuch in der slowakischen Hauptstadt Bratislava eingetroffen. Havel legte einen Kranz am Grab des "Vaters des Prager Frühlings", Alexander Dubcek, nieder. Anschließend traf er mit dem slowakischen Präsidenten Rudolf Schuster zusammen.

Er sei sich der Symbolik des Augenblicks bewusst und "tief gerührt", sagte Havel, nachdem ihm Schuster den höchsten an Ausländer zu vergebenen Orden des Landes überreicht hatte. Havel war knapp drei Jahre bis zur Teilung des Landes Präsident der Tschechoslowakei gewesen. Zehn Jahre nach dieser Trennung seien sich Tschechen und Slowaken "näher als jemals zuvor", so Havel. Deshalb sehe inzwischen auch er die Staatstrennung, die er ursprünglich abgelehnt habe, als vorteilhaft für beide Seiten an.

Erst am Dienstag besuchte Bundespräsident Thomas Klestil seinen Kollegen in der Prager Burg. Havels Amtszeit endet am 2. Februar. Das tschechische Parlament konnte sich bisher nicht auf einen Nachfolger einigen. (APA)