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Immer weniger ÖsterreicherInnen finden in Religiosität Sinn, sagt eine Zeitreihenanalyse der GfK Austria.
APA/dpa/Frank Leonhardt

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Wien - Die Religion, aber auch Ersatzreligionen wie Esoterik oder Astrologie verlieren in Österreich an Bedeutung. Dies ergab eine Zeitreihenanalyse der GfK Austria. Der Anteil der nicht gläubigen ÖsterreicherInnen ist seit 1988 um acht Prozentpunkte gestiegen. 2007 gab bereits jeder Fünfte an, nicht an Gott glauben zu können. In Esoterik und "altem Wissen" entdeckten 1997 noch 59 Prozent der Befragten viel Wahrheit, 2007 sahen das nur mehr 31 Prozent so.

Männer überdurchschnittlich oft ungläubig 

Der Aussage "Ich lebe hier und heute und kann daher nicht an Gott glauben" stimmten 1988 nur 14 Prozent voll oder fast voll zu, 2007 waren es 22 Prozent. Überhaupt nicht geteilt wurde diese Aussage 1988 von 51 Prozent, 2007 von nur mehr 43 Prozent. Nach wie vor bezeichnen sich Männer überdurchschnittlich oft als ungläubig, am wenigsten Gläubige finden sich unter den jüngeren Befragten.

Als wichtigen Teil ihres Lebens bezeichneten den Glauben 2007 mehr 34 Prozent, 1988 gaben das noch 42 Prozent an. Große Bedeutung hat der Glaube vor allem für Frauen, für über 60-Jährige, für Personen mit Volks- und Hauptschulabschluss sowie für Bauern und Haushaltsführende.

Esoterik und Astrologie dürften aber nicht wirklich ein Ersatz für die Religiosität sein. Denn deren Bedeutung hat sich in den - von den Umfragen erfassten - vergangenen zehn Jahren deutlich verringert. Nicht nur der Anteil derer, die in Esoterik und altem Wissen viel Wahres sehen, hat sich halbiert. Auch der Anteil der Astrologie-Gläubigen hat sich in diesem Zeitraum mehr als halbiert. 1997 waren sich noch 37 Prozent sicher, dass die Astrologie zum Teil wissenschaftliche Wahrheiten enthält, 2007 nur mehr 15 Prozent. (APA)