Seit 1. Jänner 1975 gilt - nach harten politischen Kontroversen und einem SPÖ-Alleinbeschluss unter Bruno Kreisky - die "Fristenregelung" oder "Indikationslösung" in Österreich. Ein Schwangerschaftsabbruch ist straffrei gestellt, wenn er "nach vorhergehender ärztlicher Beratung" in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgt. Gründe für straffreie Abtreibung sind auch eine zu befürchtende "ernste Gefahr" für das Leben von Mutter und Kind, die Gefahr, dass das Kind geistig oder körperlich behindert sein würde oder wenn die Schwangere zur Zeit der Zeugung unmündig war. Kein Arzt/keine Ärztin ist verpflichtet, eine Abtreibung durchzuführen. (nim, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15. Jänner 2008)