Wien - Die Stadt Wien lässt nun prüfen, ob sie Liegenschaften besitzt, die zwischen 1938 und 1945 unrechtmäßig erworben wurden.

Tausende Dokumente müssen gesichtet werden. Nach "Jahren des Verdrängens und Vergessens" stelle sich Wien dem nächsten Kapitel seiner unrühmlichen NS-Vergangenheit, meint Kurt Scholz, Restitutionsbeauftragter der Stadt. Gibt es derlei erworbene Liegenschaften, wird eine Schiedskommission entscheiden, ob sie ihren Besitzern zurückgegeben werden oder ob eine Entschädigung gezahlt wird.

Auch in Niederösterreich und der Steiermark werden die Besitzverhältnisse hinterfragt. Das Land Oberösterreich hat ebenfalls einen derartigen Forschungsauftrag vergeben. (red, DER STANDARD Printausgabe 30.1.2003)