Taszar - Die erste Gruppe von Exil-Irakern ist am Mittwoch in der US-Militärbasis im südungarischen Taszar eingetroffen. Das teilte Istvan Gyenessei, Vorsitzender des Komitatsrates Somogy, Mittwoch Abend in Taszar mit. Damit beginnt die Ausbildung der Exil-Iraker auf dem US-Luftwaffenstützpunkt.

Laut ungarisch-amerikanischem Abkommen sollen 3.000 Exil-Iraker von 1.500 Ausbildnern der US-Armee für den Krieg gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein geschult werden. Ihre Aufgabe wird offiziell die Kontaktaufnahme zwischen irakischen Verwaltungsstrukturen und der US-Armee sein. Gyenessei sprach von 2.000 Auszubildenden und maximal 1.000 Ausbildnern.

Dem ungarischen Rundfunk zufolge drohte der ungarische Verteidigungsminister Ferenc Juhasz dem Pentagon mit der Kündigung des Vertrags über die Ausbildung der Exil-Iraker in Ungarn. Laut ungarischen Zeitungsberichten hat das Pentagon den Wunsch geäußert, den ursprünglichen Vertrag zu modifizieren und die Exil-Iraker über den Budapester Zivilflughafen Ferehgy einzufliegen. Die ungarische Regierung besteht aber auf dem ursprünglich mit der USA abgeschlossenen Vertrag, nach dem die Exil-Iraker mit Sondermaschinen direkt auf die US-Militärbasis Taszar eingeflogen werden sollen. Das wurde in einem Brief des ungarischen Verteidigungsministers Juhasz an das Pentagon betont. (APA)