San Francisco - Einige der größten Bäume der Welt im kalifornischen Sequoia-Nationalpark sollen möglicherweise gefällt werden. Entsprechende Pläne der US-Forstbehörde sind jetzt von Umweltschützern heftig angegriffen worden. Der frühere US-Präsident Bill Clinton hatte die Baum-Riesen einst zum "Nationalen Denkmal" erklärt und damit das kommerzielle Abholzen in dem beliebten Ausflugsgebiet verboten.

Nach den Plänen der Bush-Regierung soll nun das Ausdünnen der Wälder erlaubt werden, um so die Feuergefahr in dem Waldbestand zu senken, berichteten US-Medien am Dienstag. Im vergangenen Sommer hatte sich ein riesiger Waldbrand bis auf einen Kilometer den wertvollen alten Sequoia-Bäumen genähert.

Einschneidende Änderungen

Die Forstbehörde will nun große Schneisen schlagen lassen und Tausende von Bäumen fällen. Dies sei nur ein Vorwand, den Naturschutz zu umgehen und der Holzindustrie Zugang zu verschaffen, beschwerte sich ein Sprecher der "Wilderness Society" in einem Interview mit der "Los Angeles Times".

Naturschützer wollen die Feuergefahr wie bisher durch kontrollierte Brände und das Abholzen vereinzelter Bäume eindämmen. Die Forstbehörde drängt dagegen auf großflächiges Abholzen, wie es von der Bush-Regierung und der Holzindustrie in weiten Teilen des amerikanischen Westens befürwortet wird.

Gang vor Gericht?

Dieser Plan würde den Lebensraum für seltene Tierarten, wie etwa den Pacific Fisher - eine Wieselart - einschränken, befürchtet Chad Hanson von der Naturschutzgruppe "John Muir Project". Der Verband droht mit gerichtlichen Schritten, falls die Abholzpläne durchgesetzt werden. (APA/dpa)