Wien – Endlich ein Lichtblick für das finanziell gefährdete Musikprogramm in der Wiener Stadtinitiative (Burggasse 28): Im Gemeinderat wird nun die Jahressubvention von 7200 Euro beschlossen. Dies war Clemens Horvat, der die Konzerte in der Stadtinitiative organisiert, bereits mitgeteilt worden. Aber das allein reicht nicht. "Damit wäre der Betrieb nur bis März gesichert", erläuterte Horvat im STANDARD-Gespräch.

Das Angebot hat sich jedenfalls in den letzten Jahren deutlich von der "öffentlichen Generalprobe" zu einem eigenständigen hochwertigen Programm entwickelt. Vom Bach Consort Wien bis zur Moderne etwa mit Clara Flieder, Ernst Kovacic – oder auch Begegnungen von Roland Neuwirth, Alegre Correa und Marwan Abado.

"Das ist eine tolle Einrichtung, und das Programm ist hervorragend", bekennt Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP) auf Anfrage. "Wir haben daher im Kulturausschuss gleichzeitig mit der Subvention beschlossen, dass wir heuer noch zusätzliche Mittel aufbringen werden. Nur in welcher Höhe, ist noch offen." Mailath-Pokorny weist aber auch darauf hin, dass das Programm der Stadtinitiative sehr schnell erweitert worden sei. Horvat bräuchte nach seiner "knappsten Kalkulation" jedenfalls "30.000 Euro, damit ich gerade noch über die Runden komme".

Zum Vergleich: Vom Bund wurden 2002 zwei Konzerte finanziell unterstützt. Mit 3500 Euro. "Sehr entgegenkommend" sei hingegen der "grüne" Bezirk Neubau gewesen – mit 10.000 Euro. (frei, DER STANDARD Printausgabe 30.1.2003)