Bagdad - Die irakische Regierung hat Anschuldigungen der USA zurückgewiesen, wonach Bagdad irakische Wissenschaftler vor der Befragung durch UNO-Waffenkontrollore mit dem Tod bedrohe. Derartige Unterstellungen seien eine "komplette Lüge", sagte der für die Koordination zwischen UNO-Inspektoren und irakischen Behörden zuständige General Hossam Mohamed Amin am Mittwoch im irakischen Fernsehen. Vielmehr habe der US-Geheimdienst Druck auf die Wissenschaftler ausgeübt, damit sie ihr Land verrieten und "mit dem Feind zusammenarbeiteten".

Dafür seien die Forscher allerdings zu patriotisch, betonte Amin. Die Anschuldigungen der US-Regierung entsprächen nicht im geringsten der Wahrheit: "Wir haben nichts zu verbergen und wir haben (den Wissenschaftlern) keine Anweisungen gegeben", sagte der General.

US-Vize-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz hatte die irakische Regierung vor einer Woche beschuldigt, gegenüber den Wissenschaftlern und ihren Familien Morddrohungen ausgesprochen zu haben, falls sie mit den UNO-Inspektoren zusammenarbeiteten. (APA)