Wien - Der "Österreichische Frauenrat gegen Krieg und Terror" verurteilt auf das Schärfste die zunehmende Kriegsdrohung der U.S.A. gegen den Irak. "Dieser Krieg bringt eine humanitäre und politische Katastrophe und steht auf keinem Fall im Zeichen der Friedenssicherung und Demokratisierung", verurteilt Monika Vana, Sprecherin des "Österreichischen Frauenrates" und Grüne Landtagsabgeordnete in Wien, die Kriegsvorbereitungen der USA und ihrer Verbündeten. "Dieser Krieg ist immer noch vermeidbar. Und dafür müssen alle diplomatischen und zivilgesellschaftlichen Möglichkeiten genützt werden", so der eindringliche Appell Vanas.

Umdenken

Am 15. Februar findet ein weltweiter Aktionstag gegen einen (drohenden) Krieg gegen die Menschen im Irak statt. "Weltweit formiert sich eine massive Widerstandsbewegung gegen die Kriegstreiber. Ich denke, die Globalisierung der Zivilgesellschaft kann noch einiges bewirken. Millionen Menschen, die gegen den Krieg sind können nicht einfach ignoriert werden", zeigt sich Vana optimistisch. "Es braucht dringend ein Umdenken im Umgang mir Krisen und Konflikten", ist Vana anbetracht der bedrohlichen Lage überzeugt. "Die männerdominierte Sicherheitspolitik, die Frauen unzureichend in die politischen Entscheidungen einbezieht, läuft wieder einmal Gefahr, zu scheitern. Nur eine aktive Friedens- und Sicherheitspolitik, die strukturelle, soziale und politische Spannungen gewaltfrei löst, kann Fanatismus, Fundamentalismus, Totalismus und in der Folge Terrorismus weltweit langfristig minimieren", so Vana abschließend.

Friedensappell der SPÖ-Frauen

Auch die SPÖ-Frauen haben haben am Donnerstag in ihrem Bundesfrauenkomitee einen "eindringlichen" Friedensappell beschlossen. "Wir lehnen jede Kriegsvorbereitung und einen möglichen Krieg gegen den Irak schärfstens ab", appellieren die SPÖ-Frauen laut Aussendung. "Das Ignorieren von Beschlüssen des UN-Weltsicherheitsrates würde eine neue Aushöhlung von internationalen Konfliktlösungsmechanismen bedeuten, weswegen die Vorbereitung von Alleingängen von Amerika und Großbritannien von uns mit großer Besorgnis beobachtet wird. Wir fordern aber auch vom Regime in Bagdad, den Weg freizumachen für eine demokratische Entwicklung des Irak."

"Männersache"

Kriege und gewalttätige Konflikte seien "fast immer eine männliche Domäne. Frauen und Kinder sind bei kriegerischen Auseinandersetzungen die Hauptleidtragenden" - etwa als Geisel, durch Verschleppungen, Vergewaltigungen. "Ein Krieg im Irak wäre keine Lösung, sondern würde eine Katastrophe für alle Menschen, Männer, Frauen und Kinder sein." Daher erwarteten die SP-Frauen "von allen europäischen Regierungen, dass sie ihre Kräfte einsetzen, um Verhandlungen mit dem Ziel einer friedlichen Lösung vorantreiben", heißt es in der Aussendung des SPÖ-Pressedienstes.

Auch die österreichische Regierung, insbesondere Bundeskanzler und Außenministerin, so die SPÖ-Frauen, seien aufgefordert, "unser neutrales Österreich von jeder Beteiligung an der Kriegspolitik fern zu halten und militärische Überflüge sowie die Durchfuhr von Kriegsmaterial bzw. Armeepersonal über und durch Österreich zu verbieten." (APA/red)