Jerusalem/Fort Lauderdale - Das angebliche Klonbaby "Eve" bleibt weiter unauffindbar. Das israelische Innenministerium hat keine Kenntnis darüber, ob das Mädchen wirklich in Israel lebt. Die Direktorin der Firma Clonaid, Brigitte Boisselier, hatte am Mittwoch angegeben, das als "Eve" bezeichnete Baby lebe mit seinen Eltern in Israel. "Wir können dies nur überprüfen, wenn uns ein Name für das Baby vorliegt", sagte eine Sprecherin des israelischen Innenministeriums am Donnerstag.

Auch das Gesundheitsministerium teilte mit, ihm sei die Angelegenheit nicht gemeldet worden. "Es ist allerdings möglich, dass Menschen ohne unser Wissen gegen das Gesetz verstoßen", sagte Professor Rami Rachmimow von dem Ministerium. Er halte es für möglich, dass das Klonen im Ausland und die Geburt des Kindes in Israel erfolgte. "Dies hätte im hiesigen Gesundheitssystem keinen Verdacht erregt."

Boisselier hatte am 27. Dezember weltweit Aufsehen erregt, als sie bei einer Pressekonferenz in Hollywood (Florida) erklärte, ein Baby aus einer Hautzelle seiner Mutter geklont zu haben. Die kleine "Eve" sei ein gesundes Kind und bedürfe keiner besonderen medizinischen Fürsorge, sagte sie damals. Inzwischen musste sie vor einem Gericht in Fort Lauderdale Aussagen zu dem Fall machen. (APA/ag.)