Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: reuters/ SYDNEY MORNING HERALD

Sydney - Eine 150 Kilometer lange Feuerwand hat am Donnerstag den australische Ski-Ferienort Omeo erreicht und dort mindestens vier Häuser in Schutt und Asche gelegt. Drei Objekte verbrannten derweil in einem entlegenen Vorort der Hafenmetropole Sydney.

In der beliebten Wintersportregion rund um Omeo im Staat Victoria erschwerten 40 Grad Hitze und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern den Kampf der rund 1.500 Feuerwehrleute gegen die Flammen extrem, berichteten australische Medien. Zwar waren mehrere Löschflugzeuge im Einsatz. Wegen starken Rauchs über der Gegend konnten sie sich den Brandherden aber oft nicht nähern.

Victorias Ministerpräsident Steve Bracks beschrieb die Brände als die schlimmsten seit 1939. Damals waren am 31. Jänner 21 Menschen bei Buschfeuern umgekommen und 1.000 Häuser zerstört worden.

Tausende Einwohner fliehen

In Jindabyne, einem Vorort von Sydney, flohen dutzende Einwohner vor den Flammen, nachdem die Brände drei Häuser vernichtet hatten. Mancher entschloss sich dagegen zu bleiben und sein Heim zu verteidigen. "Wenn es zu viel wird, springe ich ins Auto und hau ab", sagte Graham Jones.

Durch monatelange extreme Trockenheit erlebt der Fünfte Kontinent derzeit die schlimmste Buschfeuersaison seit Menschengedenken. Bislang verbrannten weit über eine Million Hektar Land. Strafanzeige gegen 16-Jährigen

Unterdessen meldete die Polizei in Canberra eine dritte Anzeige im Zusammenhang mit den Buschbränden. Einem 16-Jährigen werde vorgeworfen, eines der Feuer entzündet zu haben. Mitte Jänner hatten die Flammen bereits auf Vororte von Canberra übergegriffen, vier Menschen kamen ums Leben. (APA)