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Wien - Der österreichische Gewürzkonzern Kotanyi hat im vergangenen Jahr 2002 "satte Umsatzsteigerungen" erzielt: Der Umsatz verbesserte sich gegenüber 2001 um 14,7 Prozent auf 73,4 Mio. Euro (nach 64 Mio. Euro). In Schilling wäre damit die magische Grenze von einer Milliarde Schilling erstmals überschritten worden. Zum Ergebnis machte das in Wolkersdorf/Niederösterreich ansässige Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern in einer Mitteilung von heute, Donnerstag, keine Angaben.

Einen großen Beitrag zur Umsatzverbesserung habe die Expansion in den Reformländern Mittel- und Osteuropas geleistet, sagte Erwin Kotanyi als geschäftsführender Gesellschafter. Das Unternehmen steht im Familienbesitz, 25 Prozent der Anteil gehören der Salinen Austria AG. Mit mittlerweile 14 Niederlassungen sei das Unternehmen der politischen Osterweiterung schon zuvorgekommen. In Österreich ist das Unternehmen klarer Marktführer, in Mittel-/Osteuropa liegt Kotanyi durchwegs auf den Plätzen 1 oder 2.

Als Paprikamühle gegründet

Das 1881 im ungarischen Szeged als Paprikamühle gegründete und fünf Jahre später nach Wien übersiedelte Traditionsunternehmen gründete 1991, zwei Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs, eine Niederlasung in Ungarn. Seither folgten neue Standorte in Tschechien, Polen, Slowenien Slowakei, Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Russland. Im abgelaufenen Jahr folgten Serbien, Bosnien-Herzegowina und die Ukraine.

Die Ost-Töchter steuerten im Vorjahr mehr als 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Die Steigerungen im Osten lagen mit plus 27,6 Prozent - auf 31,1 (nach 24,4) Mio. Euro - deutlich über dem Österreich-Wachstum von 7 Prozent auf 39,6 (42,4) Mio. Euro. In Ungarn verdoppelte sich der Umsatz durch den Ankauf der Marke Rozi Horvath auf 3,1 Mrd. Forint (12,8 Mio. Euro), der Marktanteil schnellte hier auf 65 Prozent. In Kroatien kletterte der Umsatz um 30, in Slowenien um 17 Prozent.

Für das angelaufene Jahr 2003 rechnet Kotanyi mit einem auf 7 Prozent verlangsamten Umsatzplus, die Erlöse sollten um 78,5 Mio. Euro liegen. Wachstumslokomotiven sollen wie im vergangenen Jahr die Töchter in Mittel- und Osteuropa sein. Nach einem Jahrzehnt der Expansion stehe jetzt eine Konsolidierung und ein neues Marketingkonzepts im Vordergrund. Eine neue Verpackungslinie, eine Werbekampagne und neue Produkte sollen die Marktposition von Kotanyi absichern und ausbauen. Aktuelle Hoffnungsmärkte sind Serbien, Bulgarien und die Ukraine.(APA)