Der Konflikt der Musik-Industrie mit den Internet-Tauschbörsen ist nur ein Kampf von vielen, die zur Zeit rund um die Copyright-Streiteren stattfinden. In Finnland hat man nun einen neuen gefährlichen Feind aufgespürt und diesem den Kampf angesagt - dem Kindergarten.

Zahlen oder nicht singen

Nach einem Bericht des deutschen Magazins Die Welt fordert die finnische Vermarktungsagentur Teosto von privaten Kindergärten des Landes eine monatliche Zahlung von 18,74 Euro damit die Kinder urheberrechtlich geschützte Lieder singen beziehungsweise hören dürfen.

Auch Taxi-Fahrer dürfen zahlen

Noch schlimmer hat die die finnischen Taxi-Fahrer erwischt, diese müssen Teosto eine monatliche Gebühr von 22 Euro zahlen. Allerdings gibt es keine detaillierten Angaben welche Rechte die Taxi-Fahrer damit erwerben - die berühmten singenden Taxilenker Helsinkis, die ihren Fahrgästen Lieder vorsingen, sind meiner Aufmerksamkeit leider bislang entgangen.

Gespenstische Rituale

Ein gar gespenstischer Zwischenfall wurde bereits 1996 vom Wall Street Journal aufgedeckt. Damals trafen sich mehr als 200 Mädchen in einem Wald um einen gespenstischen Ritus zu vollführen - sie bewegten synchron und völlig geräuschlos ihre Arme und Beine und drehten sich dazu im Kreis. Dank der Ergebnisse des investigativen Journalismus stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Pfadfinderinnen-Gruppe handelte, die auf die musikalische Begleitung (auch das Singen) beim Erlernen des damaligen Kulttanzes "Macarena" verzichten musste, da man die, von der American Society of Composers, Authors & Publishers geforderten, Gebühren noch nicht gezahlt hatte.(red)