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Die USA lassen weiter die Muskeln spielen. Bis Mitte Februar sollen 100.000 Soldaten in der Golfregion stationiert sein.

Foto: EPA/AFPI/Leila Gorchev

Kuwait/Kairo - Als Vorbereitung für einen möglichen Einmarsch im Irak sollen bis Mitte Februar 80.000 zusätzliche US-Soldaten in Kuwait eintreffen. Derzeit sind ungefähr 20.000 US-Soldaten dort stationiert. "Die Zahl der amerikanischen Soldaten wird in den kommenden zwei Wochen deutlich zunehmen und Mitte Februar bei 100.000 Mann liegen", zitierte die kuwaitische Zeitung "Al-Qabas" am Donnerstag Kuwaits Innenminister, Scheich Mohammed Khaled el Sabah. In dem Golfstaat würden deshalb strengste Sicherheitsvorkehrungen nötig, wie etwa die ständige Bewachung bestimmter Schnellstraßen. Da Kuwait ein wichtiger "Weg" für die US-Truppen sein werde, wolle die Regierung bereits am kommenden Samstag den Ausnahmezustand ausrufen.

Kuwait befürchtet Sabotageakte

"Kuwait macht gerade eine schwierige Phase durch und es wird kein Picknick werden", warnte der Minister seine Landsleute. Gleichzeitig betonte er, die Menschen in Kuwait hätten bei einem US-Angriff auf den Irak nichts zu befürchten. Zu befürchten seien allerdings weitere Sabotageakte, sagte er in Anspielung auf die zahlreichen Angriffe gegen US-Bürger in dem Golfstaat in den vergangenen Wochen. Die Regierung werde die Prediger in den Moscheen beauftragen, den Gläubigen zu erklären, dass derartige Aktionen falsch seien. Wer sich nicht an diese Weisung halte, müsse damit rechnen, der "indirekten Propaganda" für den irakischen Präsidenten Saddam Hussein bezichtigt zu werden.

Das Emirat Kuwait wäre als südliches Nachbarland des Irak ein wichtiges Einfalltor für eine amerikanische Invasion. Der US-Aufmarsch in Kuwait schließe auch 350 Flugzeuge und 18 Schiffe der US-Marine ein, sagte der Innenminister.

Russland rechnet mit Irak-Krieg Ende Februar

Die russische Regierung rechnet nach Informationen aus Moskauer Militärkreisen mit einem Angriff der USA gegen den Irak Ende Februar. Die USA und ihre Verbündeten brauchen noch "zwei bis drei Wochen", um ihren Truppenaufmarsch am Golf abzuschließen, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag einen hochrangigen Angehörigen des russischen Generalstabs. Ein Krieg könnte "nach dem 20. Februar" beginnen. Die Regierung in Moskau gehe davon aus, kurz vor Beginn des Kriegs von den USA unterrichtet zu werden. Das US-Verteidigungsministerium will bis Mitte Februar bis zu 150.000 Soldaten in der Region zusammengezogen haben.(APA/dpa/AP)