Nairobi - Mitarbeiter des internationalen Internats der Koranschule in der kenianischen Hauptstadt Nairobi haben sich am Donnerstag gegen Vorwürfe gewehrt, elf Schüler gefoltert zu haben.

Nach einer Befreiungsaktion der Polizei hatten die Schüler von Folterungen gesprochen. Berichten der Tageszeitung "Daily Nation" zufolge protestierten Lehrer und Eltern gegen die Festnahme des Leiters des "Khadija Islamic Institute of Discipline and Education". Maulid Abdi Ahmed war am vergangenen Montag in Folge der Polizeiaktion wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung festgenommen worden.

Hinweis kam von einem Schüler

Die Polizei des ostafrikanischen Landes hatte die Einrichtung im hauptsächlich von Somalis bevölkerten Stadtteil Eastleigh auf Hinweis eines Schülers gestürmt. Dabei fanden die Sicherheitskräfte zehn angekettete Buben im Alter zwischen 13 und 16 Jahren. Sie und ihr Mitschüler, der einen Krankenhausbesuch genutzt hatte, um Hilfe zu rufen, berichteten von zahlreichen Folterungen.

Schulbetrieb lief weiter

Die Jugendlichen, deren Eltern aus Afrika stammen, waren aus Schweden, Großbritannien, Kenia und Äthiopien in das exklusive internationale Internat in Nairobi geschickt worden. Sie seien nun an einen sicheren Ort gebracht worden, weil sie wegen der Befreiungsaktion Sanktionen befürchteten, schrieb das Blatt. Der Schulbetrieb lief derweil weiter. (APA)