Klagenfurt - Jene beiden Jugendlichen, die in der Gemeinde Feistritz/Rosental sowie in Ferlach und Maria Rain (Bezirk Klagenfurt-Land) auf Gebäude das Wort "Storm" gesprayt hatten, kommen für die am Mittwoch bekannt gewordenen Morddrohungen nicht in Frage. "Wir können sie als Täter ausschließen", erklärte der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT), Helmut Mayer, am Donnerstag auf Anfrage.

In Feistritz/Rosental waren Montag am späten Abend mehrere E-Mails eingegangen, in denen eine anonyme Gruppe, die sich selbst als "rechtsextrem" bezeichnet, öffentliche Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Feuerwehr oder das Gemeindeamt mit Mordanschlägen bedrohte. In den Mails wird darauf verwiesen, dass die Gruppe über Waffen und Sprengsätze verfüge. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Drohungen aus dem rechtsextremen Milieu kommen", sagte dazu Bürgermeister Hubert Gradenegger (S). Er hat die Bevölkerung zu Wachsamkeit aufgerufen.

Das LVT hat bereits am Dienstag in Feistritz/Drau nach Bomben gesucht. Gefunden wurde jedoch nichts. "Wir nehmen die Drohungen selbstverständlich ernst", sagte Mayer. Aber für die Bevölkerung bestehe dennoch kein Grund zur Beunruhigung. Die Ermittlungen zur Ausforschung der Täter sind im Gange. (APA)