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Die MiG-29 "Fulcrum" wäre derzeit zum Sonderpreis zu haben

Foto: APA/epa/Yuri Kadobnov

Wien/Graz - Die russischen Anbieter des MiG-29-Kampfjets lassen mit ihrem Werben um das österreichische Bundesheer nicht locker. Hersteller RAC "MiG" hat nun sein bestehendes Angebot für 30 Jets um zwei Varianten mit 24 (davon sechs Zweisitzer) bzw. 18 (davon vier Zweisitzer) ergänzt, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Mit diesen Ergänzungen wolle man den "spezifischen innenpolitischen Bedingungen um die Nachfolgeentscheidung" Rechnung tragen.

Für das Angebot mit den 24 Jets wird ein Preis von 927 Millionen Euro angegeben, die 18 Maschinen wären um 714 Mill. Euro zu haben. Zusätzlich schmackhaft machen die Russen ihr Angebot mit einer Leasingvariante, für 24 Flugzeuge müssten so auf zehn Jahre rund 450 Mill. Euro bezahlt werden. Was die Zahlungsmodalitäten betrifft, ist weiterhin von Schuldentilgung, Bartergeschäften oder Gegengeschäften bis 200 Prozent des Kaufpreises die Rede. Im Herbst waren 30 Maschinen der jüngsten Version MiG-29M - davon sechs Zweisitzer - um knapp 1,14 Milliarden Euro angeboten worden.

"Vernünftiger Ausweg"

Laut RAC "MiG" Generaldirektor N. Nikitin, "weist man mit diesen besser angepassten Offerten nochmals darauf hin, dass RAC 'MiG' in der veränderten realpolitischen Situation seit der mutigen Entscheidung Österreichs für den Eurofighter, einen allfällig vernünftigen Ausweg aufzeigt". Die österreichischen Militärs haben sich freilich schon in der Vorauswahl zur Typenentscheidung gegen diesen Ausweg entschieden. Geltend gemacht wurden technische Gründe und Zweifel in Sachen Versorgungssicherheit.

Draken: Autopilot ausgefallen

Die österreichischen Luftstreitkräfte müssen sich unterdessen mit technischen Problemen herumschlagen. Am Donnerstag fiel bei einem Draken der Autopilot aus. Am Flughafen Graz-Thalerhof waren alle Vorbereitungen für eine Notlandung getroffen, die Feuerwehr rückte aus. Der Pilot konnte mit manueller Steuerung sicher landen, Herbert Kullnig, Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Ursache des Defekts sei noch unklar, Folgen für die gesamten Draken-Flotte dürfte es aber nicht geben. (APA)