Rabat - Die diplomatische Krise zwischen Spanien und Marokko ist nach 15 Monaten beigelegt. Beide Regierungen kündigten am Donnerstag die volle Wiederaufnahme ihrer Beziehungen an, wie die marokkanische Nachrichtenagentur MAP berichtete. Nach einem Treffen mit der spanischen Außenministerin Ana Palacio erklärte der marokkanische König Mohammed VI., er werde seinen Botschafter wieder nach Madrid entsenden. Auch Palacio kündigte die Rückkehr des spanischen Botschafters nach Rabat in den kommenden Tagen an.

Die Krise zwischen beiden Ländern begann im Oktober 2001, als Marokko ohne weitere Erklärung den Botschafter aus Madrid abberief. Die Spannungen spitzten sich zu, als marokkanische Soldaten im Juli die kleine, zu Spanien gehörende Insel Perejil (Petersil) vor der Küste Marokkos besetzten. Sie wurden zwei Wochen später von spanischen Truppen vertrieben. Unter Vermittlung der USA wurde der Konflikt schließlich beigelegt. (APA/AP)