Wien - Seit einigen Monaten bietet das Finanzministerium Privatpersonen die Möglichkeit, Geld direkt beim Staat anzulegen. Die Zinsen für ein-drei- und sechsmonatige Bindungsfristen liegen derzeit bei rund 2,5 Prozent p. a. und damit deutlich über den üblichen Bankkonditionen.

Der Erfolg der Aktion war größer als erhofft. Die erste Tranche in der Höhe von 100 Millionen Euro war recht bald gezeichnet und wurde auf 500 Mio. Euro ausgeweitet. Bisher hat der Finanzminister 125 Millionen Euro an Einlagen entgegengenommen.

Nun soll dieses Angebot auch auf Unternehmen ausgeweitet werden, bestätigte der Chef der Bundesfinanzierungsagentur, Helmut Eder, im Gespräch mit dem STANDARD.

Durch die Ausweitung des Angebots auf juristische Personen erhofft sich der Fiskus einen weiteren Schub an Anlagegeldern, die teurere Mittelaufnahmen über Anleihen zumindest zum Teil ersetzen. Die Konditionen für Unternehmen werden sich nicht von denen für Privatkunden unterscheiden, unterstrich Eder: "Für uns sind alle Kunden gleich". (mimo/DER STANDARD Print-Ausgabe, 31.1.2003)