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San Antonio - Kampf dem Tod mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln: Das ist im Endeffekt das Ziel der modernen Intensivmedizin. Doch selbst in den reichsten Ländern der Erde sind dafür die Ressourcen beschränkt. "Jede Woche sterben allein bei uns in den USA mehr Menschen, weil sie nicht in einen Intensivstation aufgenommen werden können, als bei den Terroranschlägen vom 11. September", warnte am Donnerstag der Präsident der US-Gesellschaft für Intensivmedizin, Univ.-Prof. Dr. Timothy Buchman.

Der Präsident der weltweit angesehensten Organisation dieses medizinischen Fachgebietes meint in seiner Eröffnungsrede beim 32. US-Intensivmedizinerkongress in San Antonio, dass er vor rund zwanzig Jahren selbst die Folgen eines Autounfalls nur durch die Bemühungen der Kollegen auf der Intensivabteilung überlebt habe. Statistisch gesehen sind in den vergangenen zwanzig Jahren auch dreißig Millionen Menschen in den USA gestorben, weil sie diese Betreuung nicht bekommen haben.

Nachwuchs

Notwendig sei daher die Heranbildung des Nachwuchses an Krankenschwestern, Ärzten, Apothekern und Beatmungsspezialsten, die in den Intensivmedizin-Teams unter größtem Stress und unter größten Anstrengungen zusammenarbeiten müssen, um das Überleben der Schwerstkranken zu garantieren. Nur wenige Menschen in der modernen Industriegesellschaft sind auch bereit, sich den Notfallsituationen in ihrem täglichen Berufsleben zu stellen. (APA)