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Eine Dash 8/400 in den Farben der Tyrolean.

foto: apa/tyrolean

Wien - Die Tyrolean Airways-Muttergesellschaft Austrian Airlines (AUA) prüft rechtliche Schritte gegen den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier, den Lieferanten des Modells Dash 8/400, bei dem es zu auffallend vielen Pannen gekommen ist. Es werde untersucht, "ob der entstandene Schaden ersetzt werden muss", sagte AUA-Sprecher Johann Jurceka zur APA. Damit bestätigte er eine entsprechende Meldung im heutigen ORF-Mittagsjournal. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens machte der Sprecher nicht.

Ein Ausstieg aus dem aktuellen Vertrag mit Bombardier sei dagegen nicht möglich. Tyrolean Airways hat bereits sieben Dash 8/400 von Bombardier übernommen, die achte Maschine befinde sich gerade "im Status der Übernahme". Weitere Lieferungen seien nicht vereinbart.

Derzeit wird wie berichtet der ersatzweise Einsatz einer Fokker F 70 an Stelle der "Problemmaschine" auf der Strecke Salzburg-Frankfurt-Salzburg geprüft. Der Austausch weiterer Dash 8/400 sei derzeit "kein Thema". Das Problem liegt offenbar darin, dass es gelinge, die als Ersatz geeigneten Fokker-Maschinen von anderen Strecken frei zu bekommen.

Am Montag will die Austrian Airlines-Gruppe in Wien ein "technisches Maßnahmenpaket" für Dash 8/400 präsentieren. An der Veranstaltung (um 9.30 Uhr) wird neben dem AUA-Vorstandsvorsitzenden Vagn Sörensen auch AUA-Technik-Vorstand Walter Bock, Tyrolean-Geschäftsführer Johann Messner und der technische Leiter von Tyrolean Airways, Hermann Winter, teilnehmen.

Tyrolean will Dash von einer Strecke abziehen

Die AUA-Tochter Tyrolean Airways denkt über den Einsatz einer Fokker F 70 anstatt des "Problemfliegers" Dash 8/400 auf der Strecke Salzburg-Frankfurt-Salzburg nach. Ein kompletter Ersatz der Dash 8/400-Flotte durch Fokker 70 stehe aber nicht zur Diskussion, erklärte der für den AUA-Flugbetrieb zuständige Vorstand Walter Bock am Freitag. Die AUA relativiert damit einen Zeitungsbericht ("WirtschaftsBlatt"), der von einem Austausch der gesamten Dash 8/400-Flotte gesprochen hatte.

"Wir prüfen derzeit, eine Fokker F 70 für unsere Flüge Salzburg-Frankfurt-Salzburg anstelle einer Dash 8/400 einzusetzen. Nach Abklärung aller rotationellen und organisatorischen Maßnahmen wäre es innerhalb kürzester Zeit möglich, diese Variante vorzusehen", sagte Bock in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Die AUA bedauere die bisher entstandenen Unannehmlichkeiten für die Kunden und werde alles daran setzen, "wieder den gewohnten pünktlichen und verlässlichen Service zu bieten".

Ein kompletter Ersatz der modernen Dash 8/400 Flotte durch Fokker 70 Flugzeuge stehe nicht zur Diskussion, zumal die gehäuften Unregelmäßigkeiten nur auf der Strecke Salzburg-Frankfurt-Salzburg aufgetreten seien. (APA)