Belgrad/Pristina - Die Regierung des Kosovo hat am Freitag offiziellen Protest beim UNO-Sicherheitsrat wegen der Einbeziehung der Provinz in die Verfassungscharta des neuen Staatenbundes Serbien und Montenegro eingelegt. In einem Schreiben wird vom UNO-Sicherheitsrat gefordert, diesen Schritt als "Provokation gegen den Frieden und den demokratischen Prozess in der Region" zurückzuweisen, meldeten Belgrader Medien. Die Kosovo-Albaner streben eine Loslösung von Belgrad ab und fordern die Unabhängigkeit.

Kosovo wird in der Präambel der Verfassungscharta wie auch in der weiterhin geltenden serbischen Verfassung als eine von zwei serbischen Provinzen (neben der Vojvodina) erwähnt. Kosovo wird als Bestandteil Serbiens, die "zur Zeit unter UNO-Verwaltung" steht, definiert. Gemäß der UNO-Resolution 1244 vom Juni 1999 ist die Provinz Bestandteil Jugoslawiens. Die Resolution sieht eine substanzielle Autonomie für Kosovo unter Wahrung der jugoslawischen Souveränität vor.(APA)