Wien - Nach Informationen der "Kronen Zeitung" (Samstag-Ausgabe) ist anzunehmen, dass sich in einigen Monaten sowohl der langjährige Palmers-Firmenchef Rudolf Humer auch seine Vorstandskollegin Astrid Gilhofer mehr oder weniger "freiwillig" aus der Palmers-Führung verabschiedet haben werden. Was bis jetzt über den Konflikt beim Wäscheriesen an die Öffentlichkeit durchscheine, sei erst die Spitze des Eisbergs, schreibt die Zeitung.

Dem Blatt zufolge hat Humers Vorstandskollegin Gilhofer Haupteigentümer Christian Palmers über so manches "aufgeklärt", was die Humer-Anhänger als "Vernaderung" des langjährigen Firmenchefs und Gilhofer-Mentors werten.

Das, so die Zeitung, werde Gilhofer vermutlich ihren Job kosten. Doch so einfach wie es im Umfeld Humers dargestellt werde, sei die seit Monaten schwelende Sache nicht, heißt es in dem Bericht. Mittlerweile seien Anwälte im Spiel, das Immobiliengeflecht im Umfeld der Palmers-Gruppe werde durchleuchtet.

Humer, bei dem alle Fäden zusammen liefen, der die strategischen Entscheidungen traf und neue Beteiligungen (Gerngross, Gazelle, Don Gil. usw.) kaufte, muss sich gegen Vorwürfe wehren, deren voller Umfang - so die "Krone" - schwerwiegender sein soll als bisher nach außen gedrungen sei.

Der Konzern habe "sicher genug Eigenkapital, um die operativen Verluste und den einen oder anderen Flop bei Beteiligungen zu verkraften", schreibt die Kronen Zeitung. Doch das Jahrzehnte lange Vertrauensverhältnis, das zwischen Management und Eigentümer herrschte, habe einen Knacks bekommen. Die endgültigen Konsequenzen würden wohl erst in einiger Zeit fest stehen. (APA)