Wien - Das Endergebnis lautet: 49:10 für die Männer. Nach Abschluss der Wahlen für die Universitätsräte durch die Gründungskonvente aller 21 Unis ist nur ein knappes Sechstel (16,9 Prozent) der gewählten Räte weiblich. Exakt zwei Drittel der Uniräte sind überhaupt nur mit Männern besetzt. Immerhin sieben Unis haben gemischt-geschlechtliche Räte bestellt.

Auffällig ist auch, dass die meisten Unis auf wirtschaftliche oder juristische Kompetenz setzen, kaum vertreten sind Sozial- oder Geisteswissenschafter sowie Vertreter aus Kunst und Kultur.

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (VP) muss nun bis Ende Februar gleich viele Kandidaten wie die Unis - oder Kandidatinnen, um der Geschlechterschieflage eventuell gegenzusteuern - bestellen. Ein weiteres Mitglied bestimmen die gewählten Räte gemeinsam. (nim/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1./2. 2. 2003)