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London - Den Briten geht offenbar ihre traditionelle Geduld verloren, mit der sie klaglos Schlange stehen und Wartezeiten ertragen. Die Ergebnisse einer vierjährigen Untersuchung zeigen, dass speziell die von der Werbung geweckte Erwartung eines schnellen Kundendiensts daran schuld ist.

"Wir ändern unsere Einstel- lung gegenüber Warteschlangen", sagt David Stewart-David. Er ist Dozenten für Logistik an der Newcastle Business School und Autor der Studie, die am Freitag von der britischen Zeitung Daily Telegraph veröffentlicht wurde.

Paare, die sich lange anstellten, neigten sogar zum Streit, erforschte Stewart-David. Ältere Menschen dagegen nutzten die Wartezeiten eher zum Knüpfen sozialer Kontakte.

Der Wissenschafter reihte sich an insgesamt 92 Tagen in 2000 Warteschlangen in Flughafengebäuden, Bahnhöfen und vor Supermarktkassen ein, um die britische Bereitschaft zum Schlangestehen zu ergründen. (Reuters, DER STANDARD Printausgabe 1/2.2.2003)