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Foto: Archiv
Die Moore und Seen des Salzburger Flachgaus sind ein Relikt der Eiszeit und zudem uraltes Siedlungsgebiet. Der in eine Hügellandschaft eingebettete Mattsee - auch Niedertrumer See genannt - zeichnet sich durch eine besonders schöne Landschaft aus, in der man bei einer Wanderung auch viel Kulturelles "mitnehmen" kann.

Ort und Stift Mattsee - mit Stift- und Heimatmuseum - allein sind schon einen Besuch wert, auch das rekonstruierte bayerische Gehöft aus dem 7. Jahrhundert sollte man ebenso wenig auslassen wie die Besichtigung des Flügelaltars aus dem Jahr 1520 in der Kapelle von Gebertsham.

Auf dem Ostufer des Sees wandert man zum größten Teil durch ein Landschaftsschutzgebiet, ein Stück des Nordufers ist unter Naturschutz gestellt. Vom Nordzipfel des Gewässers bis zur schmalen Landbrücke zwischen dem Mattsee und dem Obertrumer See hat man bei einigermaßen guten Sichtverhältnissen einen schönen Blick zur Alpenkette mit den berühmten Gipfeln der Berchtesgadener Alpen.

Der beschilderte Rundweg verlangt vom Wanderer keine besondere Kondition und Ausdauer, trotz einiger kleinerer Steigungen sind die zu bewältigenden Höhenunterschiede marginal, auch die Entfernungen halten sich in Grenzen. Nur mit Raststationen sieht es um diese Jahreszeit traurig aus, da die Gastronomiebetriebe in den Bädern natürlich geschlossen sind.

Die Route:

Vom Parkplatz in der Weyerbucht folgt man den Wegweisern in Richtung Saulach, die Route wendet sich dann etwas vom Seeufer weg und man erreicht nach etwa 1½ Stunden Gebertsham. Nun geht es wieder ans Ufer zurück, bei Niedertrum passiert man den nördlichsten Zipfel des Sees und wandert weiter nach Stein. Gehzeit ab Gebertsham eine Stunde.

Durch das Naturschutzgebiet bei Aug führt der weitere Weg zur schmalen Landzunge, die den Mattsee vom Obertrumer See trennt. Auf dem neben der Bundesstraße verlaufenden Radweg kehrt man zum Ausgangspunkt zurück. Gehzeit ab Stein 1½ Stunden. (DER STANDARD, Printausgabe, 31/01/2003)