Brüssel - In Wissenschaft und Technik sind österreichische Frauen im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich vertreten. In den 27 Mitgliedstaaten der EU arbeiten im Durchschnitt mehr Männer als Frauen in Berufen rund um Wissenschaft und Technik. EU-weit sind das 50,8 Prozent, in Österreich allerdings nur 47,5 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor. Den geringsten Frauenanteil in den technischen und wissenschaftlichen Sektoren verzeichnet Malta mit 40 Prozent, Spitzenreiter ist Litauen mit 72 Prozent.

Jährlicher Zuwachs überdurchschnittlich

Länder, in denen weniger als die Hälfte der Beschäftigten Frauen sind, sind unter anderem Frankreich (47,2), Italien (47,3) und Deutschland (49,9). Überdurchschnittlich schneidet Österreich hingegen bei der jährlichen Wachstumsrate ab. In den Jahren 2001 bis 2006 wurden hierzulande 4,9 Prozent mehr Frauen in Wissenschaft und Technik beschäftigt. EU-weit liegt dieser Wert bei 3,5 Prozent. Das höchste Wachstum verzeichnete Luxemburg mit 8,8 Prozent - der Frauenanteil liegt dort mittlerweile bei 47,3 Prozent. Einen Abbau von weiblichen Beschäftigten gab es zwischen 2001 und 2006 in Finnland mit minus 1,1 Prozent - dort arbeiten aber immer noch 54,5 Prozent Frauen. (APA)