Im Rahmen des Themenabends wird gefragt, ob weibliche Sexualität und Lust - auch in unserer übersexten Gesellschaft - immer noch ein Tabu ist.
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AMSA (Austrian Medical Students' Association) veranstaltet unterstützt durch BTV Pro Med Movies & Medicine am Donnerstag, 15. Mai um 19 Uhr einen Themenabend zur weiblichen Sexualität im Großen Hörsaal der Frauen-Kopf-Klinik Innsbruck.

Gezeigt wird der Dokumentarfilm "Klitoris - Die schöne Unbekannte", zum Thema spricht Gastrednerin Prof.in Dr.in Kornelia Hauser, Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin. Der Eintritt ist frei.

Entdeckung machte Angst

Die Klitoris gilt als magischer Schlüssel zur weiblichen Lust, trotzdem war sie während Jahrtausenden immer wieder in Vergessenheit geraten. Ihre zentrale Bedeutung für die sexuelle Erfüllung der Frau wurde erst im 16. Jahrhundert wiederentdeckt, doch ihre Entdeckung machte Angst. In den nächsten Jahrhunderten wurde die Klitoris verteufelt. Ihre Beseitigung galt und gilt heute in gewissen Ländern immer noch als einzige Lösung.

Die ARTE-Dokumentation lässt Frauen verschiedenen Alters zu Wort kommen über die Bedeutung der Klitoris in ihrem Leben und beim Liebemachen, denn viele Mädchen und auch Frauen wissen bis heute nicht, wie ihre Klitoris aussieht.

Funktion und Natur erforschen

Ist Weibliche Sexualität und Lust - auch in unserer übersexten Gesellschaft - immer noch ein Tabu? Dabei ist die Klitoris der Ort im Körper, der mit den meisten Nervenfasern ausgestattet ist, einem Vielfachen des Penis. Sie ist ein hochsensibler Punkt, der für die Wissenschaft aber auch für viele Frauen und Männer immer noch ein Mysterium ist. Vor einigen Jahren machten sich jetzt vor allem Wissenschaftlerinnen daran, die Funktion und die Natur der Klitoris zu erforschen. Und stießen auf erstaunliche, neue Erkenntnisse. (red)