Wien - 20 Jahre ist es schon wieder her, dass der Wiener Frauenlauf das erste Mal gestartet wurde. Ilse Dippmann organisiert und koordiniert seit damals das Laufevent und hat zu diesem Zweck die "österreichische Laufplattform für Frauen" ins Leben gerufen. 440 Frauen rannten 1988 durch den Prater. Für die 21. Auflage am kommenden Sonntag meldeten sich mehr als 16.000 Teilnehmerinnen aus 58 Nationen an.

Neuer Rekord

Das ist wieder einmal ein neuer Rekord. Drei Bewerbe stehen beim Österreichischen dm Frauenlauf zur Wahl: Fünf Kilometer und zehn Kilometer laufen, fünf Kilometer Nordic Walking; also mit Stöcken flott gehen. "Wir sind die zweitgrößte Laufveranstaltung in Österreich nach dem Vienna City Marathon und der größte Frauenlauf Kontinentaleuropas", sagt Dippmann nicht ohne Stolz.

Für die Masse im Teilnehmerinnen-Feld sorgt - ähnlich wie beim Wien-Marathon - die Hobby-Abteilung. Zudem peppen prominente österreichische Sportlerinnen aus anderen Sparten (Schwimmerin Fabienne Nadarajah, Judo-Olympia-Silbermedaillengewinnerin Claudia Heill und Vize-Snowboardweltmeisterin Manuela Riegler) das Feld auf.

"Schönster Frauenlauf der Welt"

Für Rekorde sorgen aber andere. So zum Beispiel Sabrina Mockenhaupt, ihres Zeichens die schnellste Deutsche auf den Strecken von 3000 bis 10.000 Meter. Die 27-jährige EM-Sechste ist in Wien 2005 und 2007 an den Start gegangen, war beide Male auch die Schnellste. Erst vor wenigen Tagen hat sich "Mocki", wie sie geheißen wird, für Olympia qualifiziert. Sie sei "gut drauf", sagt Mockenhaupt, und hofft in diesem Jahr, den Streckenrekord von 15:35,9 Minuten unterbieten zu können. "Das wäre die ideale Vorbereitung." Bei Olympia in Peking startet sie über 10.000 Meter, ein Sieg beim "schönsten Frauenlauf der Welt", wäre ein zusätzlicher Motivationsschub für die Spiele. (gis, DER STANDARD, Print, 17.5.2008)