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Pauline Parmentier stoppte den Erfolgslauf von Lucie Hradecka (li).

Foto: AP/ Punz

Bad Gastein - Pauline Parmentier ist die Siegerin des mit 175.000 Dollar dotierten WTA-Turniers in Bad Gastein. Die 22-jährige Französin stoppte mit einem 6:4,6:4-Finalsieg über Lucie Hradecka den Erfolgslauf der Tschechin, die als Nummer 237 der Weltrangliste aus der Qualifikation sensationell das Finale erreicht hatte. Mit ihrem zweiten Titel auf der WTA-Tour nach Taschkent 2007 wird Parmentier am Montag ihre bisher beste Weltranglistenposition um Rang 40 einnehmen.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll und bin einfach nur glücklich", war die erste Reaktion von Parmentier. "Das war eine unglaublich sensationelle Woche für mich. Weil es wegen dem Regen und den Spielverzögerungen nicht leicht war mental dran zu bleiben, bin ich umso mehr stolz auf meine Leistung." Es war ein Finale mit einer Achterbahnfahrt für beide Spielerinnen, die in Bad Gastein den größten Erfolg ihrer Karriere feiern durften.

Den besseren Start erwischte Hradecka und es schien bis zum 4:1, dass die Überraschung des Turniers auch im Finale nicht zu stoppen ist. Doch dann lenkte Parmentier das Match in eine andere Richtung. Bis zum 6:4,3:0 im zweiten Satz diktierte die Weltranglisten-53. das Spielgeschehen. Souveräne Service-Games und druckvolles Grundlinienspiel von Parmentier ließen den Eindruck aufkommen, dass das Finale der zweiten Auflage des Gastein Ladies in weniger als einer Stunde bereits wieder Geschichte ist.

Doch Hradecka kam noch einmal zurück. Bei 3:5 konnte die 23-Jährige, die bis zur Turnierwoche in Gastein erst ein Match auf der WTA-Tour gewonnen hatte, noch einen Matchball abwehren. Bei 5:4 konnte Parmentier dann aber bei eigenem Aufschlag souverän das Match beenden. Für Hradecka, die durch den Finaleinzug ihr Punktekonto fast verdoppelte und sich unter die Top-150 verbesserte, war die erfolgreiche Woche in Gastein aber noch nicht beendet.

An der Seite ihrer Landsfrau Andrea Hlavackova kämpfte die Doppelspezialistin gegen Sesil Karatantschewa/Natasa Zoric (BUL/SRB) im Anschluss um ihren bereits fünften Doppel-Titel. Parmentier durfte mit 28.000 Dollar die Heimreise antreten, Hradecka musste sich mit der Hälfte "trösten". "Ich freue mich jetzt auf zwei Wochen Urlaub", meinte Parmentier, die ihren nächsten Auftritt beim olympischen Turnier in Peking hat. (APA)