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350.000 feierten den Papst bei der Abschlussveranstaltung in Sydney

Sydney - Am Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages in Sydney haben nach Angaben des Vatikans 350.000 Menschen teilgenommen. Es war damit die größte je gefeierte Messe auf australischem Boden. Die Veranstalter hatten allerdings zuvor mit 500.000 Teilnehmern gerechnet.

Dies sei kein Anlass zur Enttäuschung, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi anschließend am Sonntag. Wahrscheinlich wäre es aber besser gewesen, die Erwartungen vorher nicht so hoch zu hängen. Bei der Abschlussmesse des Weltjugendtags in Köln waren vor drei Jahren 1,2 Millionen Menschen auf dem Marienfeld.

Zurückhaltender Ratzinger

Beim Weltjugendtag in Sydney sind nach Überzeugung des Vatikans die unterschiedlichen Persönlichkeiten von Papst Benedikt XVI. und Papst Johannes Paul II. zum Ausdruck gekommen. Während Benedikts Vorgänger spontan gewesen sei und mit den jungen Leuten gescherzt habe, sei Benedikt zurückhaltender, sagte Vatikansprecher Lombardi nach der Abschlussmesse am Sonntag.

"Johannes Paul hatte als Jugendpfarrer schon viel Zeit mit jungen Leuten verbracht, er war mit ihnen Kanufahren und auf Waldspaziergängen, er war sehr spontan", sagte Lombardi. "Benedikt war dagegen Universitätsprofessor, und an der Art, wie er sich ausdrückt, kann man merken, dass er mehr Zugang zu Studenten hat." Der deutsche Papst gehe vielleicht nicht selbst mit großen Gesten auf die jungen Leute zu wie sein Vorgänger, "doch empfängt er deren Gesten sehr freudig", sagte Lombardi.

Sydney war der zweite Weltjugendtag, an dem Papst Benedikt teilnahm. Wenige Monate nach seiner Wahl 2005 fand das Glaubensfest in Köln statt. (APA/dpa)