Die staatlich dominierte Landwirtschaft in Kuba steht vor einem einschneidenden Wandel: Um die Lebensmittelproduktion zu steigern, sollen private Bauern künftig brachliegendes staatliches Land bewirtschaften dürfen.

Einem am Freitag in der Parteizeitung Granma veröffentlichten Gesetz zufolge können landlose Kubaner künftig bis zu 13 Hektar bekommen, Landwirte können ihre Anbaufläche mit Staatsland bis auf 40 Hektar ausbauen. Die Pachtverträge sollen für je zehn Jahre vergeben werden. Wie viel Land insgesamt abgegeben werden soll, war zunächst unklar.

Jüngsten Statistiken der Regierung zufolge ist der Anteil an brachliegendem oder schlecht genutztem Land in den vergangenen Jahren gestiegen, 2007 auf zuletzt 55 Prozent. Mehr als 90 Prozent der Wirtschaft Kubas werden bisher vom Staat kontrolliert. (AP, dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 21.7.2008)