Wien - Die ÖVP schießt sich vor dem SPÖ-Bundesparteitag voll auf den designierten Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, Werner Faymann, ein. ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon warf Faymann vor, die Seele der SPÖ zu verkaufen. "Seine aalglatte Anbiederungspolitik ohne Rückgrat" stoße auch innerhalb der SPÖ auf Widerstand. ÖVP-Sozialsprecher Werner Amon sieht entgegen der Beteuerungen von Faymann eine "SPÖ-Weichenstellung für rot-blau". Faymann werde alle Beteuerungen über Bord werfen und wortbrüchig werden.

ÖVP-Mediensprecher Franz Morak meldete sich in gleich zwei Aussendungen mit Kritik an Faymann zu Wort, konkret in Sachen Informations- und Telekommunikationspolitik. Der österreichische Aufholprozess von 2002 bis 2006 sei seit Infrastrukturminister Werner Faymann und seiner Staatssekretärin Christa Kranzl gestoppt worden. Österreich sei in diesem Bereich "im Schlafwagen unterwegs". (APA)