New York - Die Mitglieder des Weltsicherheitsrats haben am Freitag mit Hochdruck weiter an einer UNO-Resolution zum Kaukasus-Konflikt beraten. Bei den internen Gesprächen zwischen westlichen Mitgliedsländern und Russland wurde zunächst jedoch noch keine Einigkeit über den Text erzielt. "Es sind sehr intensive Verhandlungen. Aber wir haben noch ein Stück Arbeit vor uns", sagte ein westlicher Diplomat der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in New York. Vorerst blieb unklar, ob der Sicherheitsrat noch am Wochenende zu einer offiziellen Sitzung zusammenkommen sollte.

Die Resolution, die unter Federführung Frankreichs entsteht, soll den von der EU vorgeschlagenen Sechs-Punkte-Plan zur Entschärfung des Kaukasus-Konflikts in eine bindende Form gießen. Mit Russland umstritten ist die Frage der territorialen Integrität Georgiens. Moskau stellt die Zugehörigkeit der abtrünnigen Gebieten Südossetien und Abchasien zum georgischen Kernland infrage. "Wir bewegen uns auf einem sehr schmalen Grat", sagte der Diplomat. "Aber wir haben sehr großes Interesse, möglichst schnell voranzukommen." Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte nach der Unterschrift Georgiens unter den Sechs-Punkte-Plan am Freitag die rasche Einberufung des Sicherheitsrats gefordert. (APA/dpa)