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"Solange es als befriedigend gilt, die Sexualität und sogar die Liebe auf der Lust an weiblicher Ungleichheit zu begründen, wird es keine wirkliche Gleichheit oder Freiheit für Frauen geben".

Sheila Jeffreys
englische Politologin und Autorin

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"Frauen brauchen nicht auf die Erfüllung ihres (meist ungestillten) Bedürfnisses nach emotionaler Wärme und Zuneigung zu verzichten. Sie müssen vielmehr Wege finden, diese Bedürfnisse zu befriedigen, ohne ihre Freiheit oder Selbstachtung einzubüßen. Das Verlangen der Frau nach Liebe sollte auf verschiedene neue Arten gestillt werden, als Kontrapunkt oder Zäsur von Ereignissen, die nicht von Machtlosigkeit diktiert sind".

Phyllis Chesler
amerikanische Psychologin und Autorin

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"Die Liebe ist die Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln. Auf diesem Schlachtfeld erfolgt eine oft blutige, manchmal unblutige Vernichtung des Weiblichen, das nie Subjekt werden darf, immer Objekt bleiben muss. Gegenstand von gesellschaftlich nicht anerkannten Arbeitsverträgen, genannt Ehe".

Elfriede Jelinek
österreichische Schriftstellerin

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"Frauen arbeiten nicht nur für Geld, sie arbeiten auch aus Liebe. Nicht aus Liebe zur Arbeit, sondern aus Liebe zum Mann, zum Kind, zum Nächsten. Und genau diese Liebe, die die Gratisarbeit produziert, wird heute wieder verstärkt von Frauen erwartet. Wachsender Frauenunmut, entsprechende Männerwut und steigende Erwerbslosigkeit verleihen der so billigen Parole von der mutter, die 'die Beste' sein soll, Aktualität".

Alice Schwarzer
deutsche Journalistin und EMMA-Herausgeberin

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"Die Fähigkeit der Frau zu lieben ist gleichbedeutend mit ihrer Fähigkeit, Missbrauch zu ertragen, ohne den Geschmack daran zu verlieren. Für die Frau bedeutet Liebe immer Selbstaufgabe, die Aufgabe ihrer Identität, ihres Willens und ihrer körperlichen Integrität, um die Maskulinität ihres Liebhabers zu erfüllen und zu erlösen".

Andrea Dworkin
amerikanische Soziologin und Autorin

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"Der Begriff der Liebe ist kaum analytisch erforscht worden. Das ist bemerkenswert, wenn wir die Tragweite seiner ethischen und politischen Philosophie bedenken".

"Ist die Liebe eine Art hysterischer Zustand, ein Wahnsinn und daher schmerzlos, in den sich Frauen zurückziehen, wenn der Widerspruch zwischen den letzten Fetzen ihrer menschlichen Überlebensfähigkeit und dem Auf und Ab des täglichen Frauenlebens zu unerträglich wird".

Ti-Grace Atkinson
amerikanische Autorin

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"Das Wort Liebe hat für die beiden Geschlechter durchaus nicht denselben Sinn, und hierin liegt eine Quelle der schweren Missverständnisse, die sie von einander trennen".

Simone de Beauvoir
französische Philosophin und Schriftstellerin

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"Dass Frauen für die Liebe und Männer für die Arbeit leben, ist eine Binsenweisheit".

Shulamit Firestone
kanadische Autorin

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"Liebe ist die einzige Entschuldigung für die sexuelle Aktivität der Frau".

Kate Millet
amerikanische Schriftstellerin und Künstlerin

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"Unter dem Namen Liebe bekam die bereitwillige und bedingungslose Knechtschaft etwas Ekstatisches, Edles, Erfüllendes, ja sogar Erlösendes".

Marilyn Frye
amerikanische Philosophin und Autorin

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"Die Liebe ist der Blick in die Seele".

Simone Weil
französische Philosophin und Schriftstellerin

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"Meiner Erfahrung nach kommen den Frauen recht oft stolze Worte über die Lippen. In Liebesdingen findet man bei ihnen freilich keine Spur davon".

Agatha Christie
englische Kriminalschriftstellerin

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"Ich habe das unveräußerliche, verfassungsmäßige und naturgegebene Recht, zu lieben, wen ich will. So lang oder so kurz zu lieben wie ich kann. diese Liebe, wenn es mir gefällt, jeden Tag einem anderen zu schenken".

Victoria Woodhull
amerikanische Journalistin und erste Kandidatin für das amerikan. Präsidentenamt

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"Wir Frauen sind immer in der Gefahr, zu ausschließlich unseren Gefühlen zu leben, und obwohl unsere Gefühle vielleicht unsere schönste Gabe sind, sollten wir auch unseren Anteil an einem unabhängigen Leben haben".

George Eliot
englische Schriftstellerin

(dabu/diestandard.at, 31.08.2008)